Lösung schon für das Schuljahr 2017/18 suchen

Lesen Sie hier meine Rede vom 15.11.2017 zur Förderung von Inselschulen

Lesen Sie hier meine Rede vom 15.11.2017 zur Förderung von Inselschulen

Ich habe mich über den Antrag des SSW gewundert. Unsere Jamaika-Koalition hat sich vom ersten Tag an für die Einführung einer Unterstützung von Schülerinnen und Schüler von Inseln und Halligen eingesetzt. Wir wollen eine ähnliche Förderung erreichen, wie es bereits Schülerinnen und Schülern von Helgoland möglich ist. Gerade Abgeordneter Klaus Jensen und heute Staatssekretär Ingbert Liebing haben sich bei uns in der Fraktion- nicht nur in den Koalitionsverhandlungen - dafür stark gemacht. Und da ich ja nun in besonderer Weise Ingbert Liebing in diesem Haus verbunden bin, mache ich das als Kieler Abgeordneter auch, aber nicht nur, mit zu meinem Thema.

Ich möchte betonten, dass unabhängig vom Antrag des SSW die Landesregierung an einer Lösung zu diesem Thema arbeitet. Karin Prien hat von Beginn an als Ministerin dieses Thema vorangetrieben. Die Anmerkung sei gestattet in Richtung SSW: Bereits in der letzten Legislaturperiode hätte eine solche Regelung gefunden werden können!

Worum geht es: Wir wollen für Schülerinnen und Schüler, die kein Schulangebot auf den Inseln und Halligen für einen Schulabschluss an weiterführenden Schulen vor Ort haben, eine Unterstützung schaffen. Eltern sollen für höhere Kosten bei der Unterbringung und Verpflegung sowie Fähr- und Bahnfahrten unterstützt werden. Wir wissen auch, dass ein solches Stipendium wahrscheinlich die zusätzlichen Belastungen nur teilweise auffangen kann. Aber uns geht es darum, eine Angleichung der Lebensverhältnisse für die Bürger, die auf Inseln und Halligen leben, gegenüber den Bürgern auf dem Festland zu schaffen. Wir sind das Land zwischen den Meeren. Aber uns zeichnet auch aus, dass Menschen auf Inseln und Halligen im Meer leben -  und das wollen wir unterstützen und sollten wir nicht vergessen.

Konkret geht es um eine Förderung von 300 Euro im Monat für Schülerinnen und Schüler, die Schulen auf dem Festland besuchen wollen. Das Land, Nordfriesland und die Gemeinden, teilen sich diese Kosten.

Wir bedanken uns bei der Landesregierung, dass eine Vereinbarung des Landes mit dem Kreis und den Kommunen in Vorbereitung ist. Und dabei geht es um drei Gruppen:

a) der Besuch der Oberstufe einer allgemein bildenden Schule oder eines Beruflichen Gymnasiums (für SuS mit erstem Wohnsitz auf der Insel Amrum, der Insel Pellworm oder einer der Halligen) 
b) der Besuch einer Berufsfachschule oder einer allgemein bildenden Schule zum Erwerb des mittleren Schulabschlusses ab Jahrgangsstufe 10 (für SuS der Halligen)
c) der Besuch der Oberstufe einer allgemein bildenden Schule des Dänischen Schulvereins für SuS der Inseln Sylt, Föhr, Amrum, Pellworm oder der Halligen.

Was wir nicht wollen, ist eine Doppelförderung. Und daher ist es richtig, dass man die Förderung von Schülern ab der 9. Klassen, die dänische Schulen besuchen wollen, hinterfragt. Und deshalb unterstützen wir nicht uneingeschränkt die Forderung der Selbstverwaltung des Kreises Nordfriesland. Ich bin aber sicher, dass wir auch dafür eine Lösung finden. Wichtig finde ich auch, dass wir eine Lösung wollen, die bereits für das Schuljahr 2017/2018 gilt. Das heißt, dass Schülerinnen und Schüler auch rückwirkend eine Unterstützung erhalten werden.

Jamaika zeigt hier wieder einmal, dass wir die Themen anpacken und einer Lösung zuführen. Wir werden eine Verweisung in den Bildungsausschuss beantragen. Ich würde mich freuen, wenn Sie unser Anliegen unterstützen.

Danke für die Aufmerksamkeit.

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