Jamaika kümmert sich um das studentische Wohnen

Zur Debatte um die Voraussetzungen für die Schaffung von Wohnraum in der heutigen Plenumssitzung des Landtages erklärt Tobias Loose, MdL CDU-Landtagsabgeordneter für Kiel:

 

„Mit dem heutigen Antrag wird deutlich, dass die Jamaika-Koalition auch das Thema Wohnungsbau anpackt. Dabei ist ein wichtiger Schwerpunkt studentisches Wohnen. Der Landtag hat beschlossen, dass sowohl der Bund als auch das Land freie Flächen gerade zu diesem Zweck kostengünstig verkaufen sollen. Gerade beim studentischen Wohnen hat Kiel dringenden Handlungsbedarf. In den letzten Jahren sind viel zu wenig Studentenwohnungen entstanden. Oft sind studentische Wohngemeinschaften für Familien, die größere Wohnungen suchen, ein direkter Konkurrent um Wohnraum.

 

Wir brauchen in Kiel gute Wohnungen zu bezahlbaren Preisen. Das geht nur, wenn wir ausreichend neuen Wohnraum schaffen. Deshalb müssen wir die im Landesentwicklungsplan vorgesehen Grenzen der Bebauung an die tatsächlichen Gegebenheiten in den begehrten Ballungsräumen, wie Kiel einer ist, anpassen. Denn wir brauchen den Wohnraum dort, wo die Menschen sind und ihn nachfragen.

In Kiel ist die besondere Herausforderung, dass wir die begrenzt vorhandene Fläche effektiv nutzen müssen. Kiel kann sich wegen des relativ kleinen Stadtgebietes nicht durch Zersiedlung in die Fläche ausdehnen. Das kann für mich in Kiel auch bedeuten, dass wir verstärkt über Nachverdichtung in Wohngebieten nachdenken müssen. Hinterhofbebauung und der Bau von höheren Gebäuden oder gar Hochhäusern sollten keine Denkverbote mehr darstellen. Nur durch ausreichend Wohnraum, auch für sozial Schwache, Studenten und Senioren, halten wir die Mieten in Kiel langfristig stabil und erhalten die Lebensqualität. Das geht nur in Zusammenarbeit mit den Anwohnern, z.B. in Planungswerkstätten für neue Bebauung.

Das Land wird die Kommunen bei der Schaffung von Wohnraum weiter unterstützen und die bestehenden Programme zum Wohnungsbau weiter führen. Außerdem sollte die Landesbauordnung dahingehend überprüft werden, ob sie den aktuellen Herausforderungen noch gerecht wird, z.B. in Bezug auf Gebäudehöhen oder Baugrenzlinien.

Nach oben